Die europäische Finanzwelt
Europa und die Finanzen – das ist wohl eine Thematik, die angesichts der Wirtschaftskrise zum aktuellen Zeitpunkt in aller Munde ist. Auch aufgrund der stets in den Medien präsenten Griechenland-Krise ist die europäische Finanzwelt ein weit diskutiertes Thema. Tatsache ist jedoch, dass nicht nur Griechenland in einer Krise steckt, sondern genau genommen ganz Europa. Faktum: Wir sprechen hierbei nicht von einer allgemeinen finanziellen oder wirtschaftspolitischen Krise Europas, sondern vielmehr von einer sogenannten Strukturkrise.
Europa und seine Staaten benötigen in sich stimmige Strukturreformen: Ganz allgemein gesagt, ist es wichtig, dass sowohl die Wirtschafts- als auch die Finanzpolitik auf der Ebene der Europäischen Union und in vollem Interesse der gesamten Bevölkerung Europas betrieben werden – und das auf Basis einer sogenannten Legitimation seitens des Europaparlaments.
Darüber hinaus sei im Hinblick auf die Thematik der europäischen Finanzwelt auf die sogenannte Europäische Zentralbank, kurz EZB, verwiesen. Genau genommen stellt die Europäische Zentralbank, welche im Jahre 1998 gegründet wurde, ein essentielles Organ der Europäischen Union dar. Für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion bildet sie somit die allgemein gültige Währungsbehörde. Diesbezüglich sei außerdem erwähnt, dass sie in Verbindung mit den einzelnen nationalen Zentralbanken der EU-Staaten, welche kurz als NZB bezeichnet werden, das in sich stimmige Europäische System der Zentralbanken (ESZB) formiert. Der Sitz der Europäischen Zentralbank befindet sich in der deutschen Stadt Frankfurt am Main, genau genommen im 148 Meter hohen Gebäude namens „Eurotower“.
Die Aufgabe der Europäischen Zentralbank besteht grundlegend darin, das europäische Bankensystem sorgfältig zu überwachen und die Geldmengen im Rahmen des Euro-Raumes entsprechend zu regulieren. Nebenbei ist die Europäische Zentralbank mit weiteren Aufgaben und Zielen betraut – so u.a. mit der Erstellung einer sogenannten Zentralbankbilanz (Bilanz, die sowohl Aktiva als auch Passiva einer Zentralbank aufzeigt und diese in Kontenform einander gegenüberstellt), Beaufsichtigung einzelner Kreditinstitute und Beisteuerung zur allgemeinen Stabilität der europäischen Finanzmärkte, Erteilung der Erlaubnis zur Ausgabe von Euro-Papiergeld, Erhebung essentieller statistischer Daten und Kennziffern und Zusammenarbeit bzw. Kooperation mit anderen europäischen sowie internationalen Wirtschafts- und Finanzorganen.
Tatsache ist, dass man unter einer Zentralbank keine gewöhnliche Bank verstehen darf. Genau genommen ist eine Zentralbank damit beauftragt, sich um die allgemeine Geldpolitik eines Landes zu kümmern und infolgedessen für eine gewisse Preisniveaustabilität verantwortlich. Primär geht es dabei darum, dass erhebliche Schwankungen des Geldwertes weitgehend unterlassen werden. Des Weiteren muss eine Zentralbank dafür sorgen, dass die konjunkturelle Entwicklung eines Landes in sich stimmig ist und dabei in ausgeglichenem Maße sowie optimal verläuft. Diese Ziele können seitens der Zentralbanken so erfüllt werden, indem sie den jeweiligen Preis für verliehenes Geld einerseits senken, andererseits erhöhen. Damit wird folglich der Leitzins verändert. Hier sei genau genommen u.a. auch auf das sogenannte Tagesgeld bzw. die Tagesgeldverzinsung verwiesen. Hierbei ist es so, dass ein Zinsintervall festgelegt wird und dieses gemeinsam mit dem Leitzins den Grundstock für sämtliche Veränderungen der Zinserträge bildet. Wichtig ist dabei immer, einen sogenannten Tagesgeldvergleich anzustreben. Im Internet existieren übrigens zahlreiche Plattformen, die es dem Nutzer erlauben, einen Tagesgeldvergleich online durchzuführen. Wir empfehlen Ihnen zudem, sich vor Eröffnung eines Tagesgeldkontos in einer Bankfiliale umfassend beraten zu lassen. Informieren Sie sich besonders ausführlich über die Tagesgeldsicherung, welche in der Regel über entsprechende Einlagensicherungsfonds erfolgt.